BRANTEC. Brandschutzabschottungen

BauO NRW §30 (2):
“…Leitungen dürfen durch Trennwände der Feuerwiderstandklasse F90 nur hindurchgeführt werden, wenn eine Übertragung von Feuer und Rauch nicht zu befürchten ist oder entsprechende Vorkehrungen hiergegen getroffen werden.”

Brandabschnittsbegrenzungen (Wände und Decken) werden immer wieder durch Elektroleitungen, Rohrleitungen oder Einbauteile (Brandschutzklappen, Installationskanal) durchbrochen. Um den Feuerwiderstand der Wand oder Decke zu erhalten, müssen die Durchbrüche und Fugen abgeschottet, d.h. geschlossen werden. Die Abschottung muss dieselbe Feuerwiderstandsdauer wie das umgebene Bauteil leisten.

Durch Abschottungen wird somit

  • die Ausbreitung eines Brandes und damit die Gefährdung von Menschen in anderen Brandabschnitten vermindert.
  • die Betriebsunterbrechung auf abgeschottete Teilbereiche begrenzt.

Leistungen also, die einerseits gesetzlich gefordert werden, andererseits im direkten wirtschaftlichen Interesse des Betreibers bzw. Bauherrn liegen.

Die baurechtliche Einordnung erfolgt über die jeweils gültige Landesbauordnung und die entsprechenden Verwaltungsvorschriften sowie die baurechtlich eingeführte Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR).

Die technische Beurteilung von Abschottungen wird gemäß DIN 4102 vorgenommen. Hier sind besonders die Teile 9 “Kabelabschottungen” und 11 “Rohrummantelungen, Rohrabschottungen” anzuführen.

Gebräuchliche Abschottungssysteme:

  • Mineralfaserschott (Mineralwollplatten, Schmelzpunkt über 1000°C und Brandschutzbeschichtung)
  • Mörtelschott (Brandschutzmörtel)
  • Elastische Formsteine (Brandschutzsteine und Stopfen) staub- und faserfrei!
  • Rohrmanschetten, Brandschutzmanschetten
  • Brandschutzbandagen bei brennbaren Isolierungen
  • Vermörtelung von nichtbrennbaren Rohrleitungen inkl. schubelastischer Rohrdämmung
  • Vermörtelung / Verpressen von Brandschutzklappen
  • Fugenabdichtung (Fugenbänder)
  • Brandschutzkissen (flexibles System für rasche Installation bei häufiger Nachbelegung von Elektroleitungen)

Die Wahl des Abschottungssystems ist immer von der bestehenden Einbausituation und der Nutzung abhängig! Die Abschottungen benötigen in der Regel als Nachweis eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung bzw. ein allgemein bauaufsichtliches Prüfzeugnis.

Anforderungen und Hinweise zu Abschottungen

  • Abschottungen können keinen höheren Feuerwiderstand besitzen, als die begrenzenden (tragenden, stützenden) Bauteile.
  • Zulassungen gelten für bestimmte Einbausituationen: Mauerwerk, Beton bestimmter Güte und Dicke; Sonderfälle sind z.B. Leichtbaukonstruktionen, Gasbeton u.a. Bauteilkonstruktionen.
  • Ausreichend Abstand zwischen Durchbrüchen verschiedener Leitungen vorsehen (siehe MLAR – Abstandsregeln zwischen unterschiedlichen Abschottungen / Durchführungen).
  • Durchbrüche groß genug bemessen, um Verfüllraum zwischen Leitung und Durchbruchlaibung sicherzustellen.
  • Auf freie Zugänglichkeit zu den Durchbrüchen achten, damit Abschottungsarbeiten möglich sind,
    Mischbelegung vermeiden.
  • Maximale Belegungsdichte (allgemein bauaufsichtliche Zulassung) beachten, Reserven vorsehen damit Nachbelegung möglich ist.
  • Brennbare Stoffe wie Ummantelungen, Leerrohre, Isolierungen, Schalmaterialien etc. entfernen.

Um bei der Vielzahl der Abschottungsmöglichkeiten die richtige Lösung zu wählen, sollten Sie Fachleute zu Rate ziehen, die Ihnen ihre Fachkenntnis und Erfahrung zur Verfügung stellen.

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